Welche Schutzklasse brauche ich?
Was sind überhaupt die Unterschiede bei den unterschiedlichen Schutzklassen?
Dies sind die zwei wichtigsten Fragen, welche zu Beginn eines jeden Schutzwestenkaufes stehen sollten.
Für die Beantwortung der Frage, welche Schutzklasse man benötigt, kommt es auf die Bedrohung an.
Braucht man Schutz vor Handfeuerwaffen oder auch Schutz vor Langwaffen (Gewehre)?
In z.B. in Deutschland besteht meist eine Bedrohung durch Handfeuerwaffen und Messerangriffen. Hier würde man NIJ II+ oder NIJ IIIA bzw die deutsche SK1 verwenden. Die normale inländische Polizei verwendet SK1 Schutzwesten. Hier werden viele Kaliber (Tabelle siehe unten) aufgehalten.
Wenn man im Ausland tätig ist (z.B. Irak, Afghanistan, Russland etc), kann es sein, dass man einen höheren Schutz vor Langwaffen benötigt. Hierfür ist es notwendig, dass man Hard-Armor-Platten verwendet. Als Polizist oder Personenschützer, der sich vor eine AK47 schützen muss, benötigt man mindestens NIJ Level III. Bei "AP"-Munition (Hartkern) muss es NIJ Level IV sein.
Die Auswahl der benötigten Schutzklasse kann nur der Kunde selbst - auf Basis der Bedrohungsart - tätigen.
Zuerst werden hier die Richtlinien unterschieden:
1. Internationale Richtlinie "NIJ" National Institute of Justice USA
2. Deutsche Richtlinie "SK" deutsche Schutzklassen
EnGarde BV testet alle ballistischen Panels (ENGARDEII-ULTRALIGHT und ENGARDEIIIA-PRO) nach der aktuellsten NIJ und der aktuellsten deutschen SK. Zusätzlich werden noch Test mit speziellen Geschossarten Tokarev Messing Mantel 7,62*25mm, Makarov 9*18mm und der Action Effect 9*19mm.
EnGarde Panels bieten dem Träger also einen besseren Schutz, als es die jeweilige Richtlinie vorschreibt.
Somit besteht ist auch unser ENGARDEII-ULTRALIGHT Panel den deutschen SK 1 Beschusstest.
HIER erhalten Sie die Beschusswerte des ENGARDEII-ULTRALIGHT Panels
HIER erhalten Sie die Beschusswerte des ENGARDEIIIA-PRO Panels
Bei den EnGarde HAP (Hard Armour Plates) wird nur nach dem NIJ getestet. Hier sind die Klassen des NIJ unbestritten besser als die deutschen Schutzklassen 3 und 4.
Anbei finden Sie noch das NIJ Chart mit allen wichtigen NIJ Beschusskalibern, Geschwindikeit sowie Gewicht des Projektils.

Beschussklassen nach der deutschen Schutzklasse TR 2008 (Rev Oktober 08)
HIER erhalten Sie die TR 2008 deutsche Schutzklasse als pdf
HIER erhalten Sie die VPAM APR 2006 als pdf
Ballistische Schutzwesten
SK L: Durchschusshemmend gegen Weichkerngeschosse, verschossen
aus Pistolen im Kaliber 9 mm x 193
(VPAM - APR 2006, Prüfstufe 2)
SK 1: Durchschusshemmend gegen Weichkerngeschosse und Polizeigeschosse,
verschossen aus Kurzwaffen (einschließlich Maschinenpistole)
im Kaliber 9 mm x 19
(VPAM - APR 2006, Prüfstufe 3 und Sondermunition)
SK 2: Durchschusshemmend gegen Vollgeschosse (z. B. aus Kupfer oder
Messing) oder Eisenkerngeschosse, verschossen aus Kurzwaffen
einschließlich Maschinenpistolen
(VPAM - APR 2006, Prüfstufe 5)
SK 3: Durchschusshemmend gegen Weichkerngeschosse, verschossen
aus Langwaffen
(VPAM - APR 2006, Prüfstufe 7)
SK 4: Durchschusshemmend gegen Hartkerngeschosse, verschossen
aus Langwaffen.
(VPAM - APR 2006, Prüfstufe 9)
Sondermunition sind die Geschosse • QD-PEP II/s, MEN, 6,0 g, v2,5: 460 ± 10 m/s
(Polizeigeschosse) • Action 4, RUAG, 6,1 g, v2,5: 460 ± 10 m/s
Hiermit sind jeweils 3 Treffer unter einem Winkel von 25° und jeweils 3 aufgesetzte
Schüsse abzugeben.